Stakeholder Analyse

Die Stakeholder Analyse ermöglicht die strukturierte Identifikation und Einschätzung aller Schlüsselpersonen eines Projektes und ist damit ein wichtiges Mittel für Requirements Engineers und Projektverantwortliche.

Sie ist ein klassisches und bekanntes Instrument – wird jedoch viel zu selten genutzt. Ich persönlich ziehe es vor, die Stakeholder Analyse in einem sehr kleinen Kreis durchzuführen, beispielsweise nur mit dem Kernteam oder sogar nur mit dem oder der Auftraggeberin.
Ausgangsbasis ist die Erfassung aller Personen, die am Vorhaben in irgendeiner Weise beteiligt sind. Dabei helfen Fragestellungen wie beispielsweise:

  • Wer war Auslöser für das Projekt und weshalb?
  • Wem nützt dieses Projekt? / Wem schadet es?
  • Wer ist für das Budget verantwortlich?
  • Für wen könnte das Projekt Änderungen auslösen?
  • Wer muss sich (gewollt oder ungewollt) beteiligen?
  • Wer hat Mitspracherechte?
  • Gibt es Personen oder Bereiche ausserhalb des Unternehmens, die am Projekt beteiligt sind?

Für die Entwicklung der Stakeholder Matrix ist es am einfachsten, sie auf einem Whiteboard oder Tafel aufzuzeichnen und jeweils eine Achse mit Einfluss und Interesse zu beschriften.

Stakeholdermatrix

Mit Hilfe der Matrix disktuiert das Kernteam das Interesse, den Einfluss und die Einstellung der Stakeholder zum Vorhaben und die Massnahmen und platziert sie im entsprechenden Quadranten der Matrix.

Nutzen

Die Stakeholder Matrix zeichnet ein gemeinsames Bild über die sozialen und politischen Aspekte einer Projektsituation. Idealerweise kombiniert man die Matrix mit einem Plan, der die entsprechenden Massnahmen und Verantwortlichkeiten festhält. Mögliche Massnahmen reichen von reiner Information, über Gespräche, bis hin zum Einbezug von Vorgesetzten zur Unterstützung.

Noch Fragen? soguelschaller hilft gerne weiter und/oder bietet die Vorlage zur Stakeholder-Analyse.